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Tonträger-Review
 
Ex:Re - Ex:Re

Ex:Re - Ex:Re
4AD
Format: Digital

Es gibt wohl Menschen, die nicht unbedingt für heitere und romantische Liebesbeziehungen prädestiniert sind - gleichwohl sie sich in selbstzerstörerischer Manier gerade immer wieder in Beziehungsdramen stürzen. Elena Tonra - ihres Zeichens Frontfrau der britischen Band Daughter - gehört wohl zu dieser Kategorie. Denn wie bei ihrer Mutterband auch, seziert sie auf ihrem Solo-Debüt unter dem Pseudonym Ex:Re die Seinszustände, die sich durch die Lücken einer zerbrochenen Beziehung (in dem Fall ihrer letzten eigenen) ergeben. Musikalisch unterscheidet sich dieses Werk von den Daughter-Elaboraten dadurch, dass es noch persönlicher, intimer und auch ruhiger rüberkommt. Des Öfteren hantiert Elena hier mit akustischen Elementen, ließ sich von Josephine Stephenson Cello und Vocal-Arrangements ausarbeiten und bat Produzent Fabian Prynn den Part des Drummers zu übernehmen (wobei gleich angemerkt werden muss, dass sich das Ganze selten über einen moderat aufgeregten Herzschlag-Rhythmus hinaus steigert). Es sind allerdings wohl eher die lyrischen Aspekte, die Elena an diesem Werk gereizt haben. Mit einer klaren, ungestelzten Sprache entwirft sie Szenarien und Stimmungsbilder wie in einem Monolog oder Brief, in dem die besagte Trennungs-Thematik wie in Filmszenen abgehandelt werden (was von vorneherein Elenas Absicht war). Insofern ist Ex:Re konkreter und emotionaler als Vieles, was bei Daughter der zugegeben attraktiven Klangästhetik untergeordnet wird. "The Artist Must Suffer" heißt es in anderem Zusammenhang im letzten (Solo)-Track "My Heart" irgendwo. Und das hört man diesem Werk auch an.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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