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Cloves - One Big Nothing

Platte der Woche

KW 39/2018


Cloves - One Big Nothing
Universal
Format: CD

Bereits seit einigen Jahren ließ die Australierin Kaity Dunstan, die sich seltsamerweise Cloves - also "Gewürznelke" - nennt, Versuchsballons in Form diverser beeindruckend stimmgewaltiger, organischer Pop-Balladen aufsteigen, die sie zumindest mal in die US-Serie "Vampire Diaries" wie auch auf so manche Festivalbühne führte (u.a. Haldern Pop), wo sie dann insbesondere ihre gesanglichen Fähigkeiten präsentierte. Und diese haben es in sich. Denn wer mag, kann hier Spuren von Adele, Amy Winehouse oder Låpsley erkennen. Nicht in dem Sinne, dass Cloves hier irgendetwas kopierte - aber sie besitzt die bluesige Tiefe, die auch Adele auszeichnet, hat die jazzige Sensibilität einer Amy Winehouse und das harmonische Gespür von Låpsley (wobei sie allerdings darauf verzichtet, ihre Stimme zu pitchen) - wobei sie sich im Übrigen von Soul-Manierismen erfreulich fern hält.

Musikalisch gibt es einen enorm effektiven, halborganischen Pop-Mix zu bestaunen, der insbesondere die melodischen Akzente der Songs effektiv betont und arrangementstechnisch bemerkenswert zurückhaltend inszeniert wird, wenngleich zuweilen auch mal der notwendige Punch im Zentrum steht. Cloves’ Stärken sind indes die balladesken Nummern, die ebenfalls mit Augenmaß in Szene gesetzt wurden. Bereits bekannte Nummern etwa - wie "Frail Love" oder "Don't You Wait" - wurden so zwar neu eingespielt - aber keinesfalls in bombastischen Arrangements ertränkt. "One Big Nothing" ist somit eine Scheibe mit Augenmaß geworden, die Cloves’ Qualitäten in den Vordergrund stellt, ohne dabei musikalisch in modischer Belanglosigkeit zu versacken.



-Ullrich Maurer-


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