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Tonträger-Review
 
Wanda - Niente

Wanda - Niente
Vertigo/Universal
Format: CD

Bei Wanda ist es ein bisschen wie bei Kettcar. Wenn doch nur die Musik nicht wäre. Und der Gesang. Sondern einzig der Text, der Inhalt, die Geschichten. Dann: wären Wanda super. Denn was sie erzählen, wie sie erzählen, das ist gut. Richtig gut, faszinierend, spannend, traurig, komisch. Sicher, Reime wie "Mein Herz aus Marzipan fängt zu brennen an" oder "Heute gehen wir gar nicht raus, wir bleiben im Pyjama zu Haus" sind losgelöst eher so weniger geil. Aber im ganzen Text lauscht man ihnen gerne, liest sich die Lyrics durch, findet sie gut. Geschichten über die Liebe und das Leben, über die Einsamkeit, die Angst und ziemlich oft über die Kindheit und das Aufwachsen. Mit Zwinkern mal und oft mit Melancholie, düster, dunkel, nachdenklich. Aber ist ja auch schon Herbst. Oder in ihren Worten und aus "Schottenring": "Sommer wird vorbei sein bald, es wird wieder früher kalt."

Musikalisch dagegen fesseln Wanda auch auf ihrem dritten Album nicht. Nein, sie lassen einen, lassen mich, um mit Bild zu bleiben, relativ kalt. Mit ihrem Misch aus Pop, Schlager und Rock und ihren Schenkelklopfern und Bierzelt-Poppern wie "Lieb sein", mit ihren Truck Stop-Ähnlichkeiten ("Lascia mi fare") und gelegentlich extra-dunklen Balladen. Das ist alles so... zahm. Denn anders als die Texte, in denen sie Inneres nach Außen kehren, sich öffnen, direkt sind und kreativ und persönlich, wirkt die Musik meist wie mit angezogener Handbremse gespielt, so wenig mutig. Sicher, hier und da klappt die dunkle Klavier-Ballade, klappt der straighte Rocksong. Aber viel zu häufig: hätten die Texte gereicht.



-Mathias Frank-


Video: "Columbo"
Video: "0043"


 
 
 

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