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Unverhofft kommt immer noch oft

Reeperbahn Festival 2017 - 2. Teil

Hamburg, Reeperbahn
22.09.2017/ 23.09.2017

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Kelly Lee Owens
Auch am Freitag hieß es früh aufstehen, denn bereits um 12 Uhr ging es im Canada House mit den Showcases weiter. Den Anfang machte das Projekt Sampson aus Halifax. Viel herauszufinden ist über die junge Dame und ihre Musiker dabei nicht, da es in Kanada gleich mehrere Acts mit dem Namen Sampson gibt und es bislang auch nur eine Single namens "Shake The Fire" von Sampson gibt. Es gab dann eine Art zeitgemäß adaptierten Trip-Hop, den Sampson mit leicht gequälter Miene präsentierte, da sie sich eine heftige Erkältung eingefangen hatte, die ihr ordentlich auf die Stimmbänder geschlagen hatte. Eine gewisser kämpferische Note konnte man Sampson also nicht absprechen. Und: Das war eine musikalische Variante, die man im Canada House nicht so oft präsentiert bekommt.
Ein weiterer Kanadier - Aliocha Schneider - spielte den letzten seiner vier Reeperbahn-Gigs auf der Fritz Bühne auf dem Festival Village. Die Fritz Bühne ist dabei eine der inzwischen vier Bus-Bühnen auf dem Reeperbahn Festival und demzufolge schwierig zu handhaben, da die Musiker aufgrund der Sicherheitsgitter und weil sie nun mal mehrere Meter über dem Boden auftreten, nicht wirklich gut zu sehen sind. Aliocha ist ein junger Songwriter aus Montreal, der sich dem klassischen Storytelling verschrieben hat. Merkwürdigerweise kam dieser Gig, den er mit Band absolvierte, dabei weniger intensiv rüber als solche, die er als Solo-Künstler absolvierte.

Wie üblich gab es im Molotow-Komplex auch in diesem Jahr wieder ein Aussie-Barbecue, bei dem sich die Créme der australischen Indie-Szene dem Urteil des Publikums stellt. Dabei kamen im Backyard vor allen Dingen die Songwriter zum Tragen. Als erstes spielte dort Alex Lynn alias Alex The Astronaut. Zwar kommt Alex aus Australien, genoss jedoch ihre musikalische Erziehung und Prägung in Großbritannien und New York. Vielleicht kommen deswegen ihre Folkpop-Songs etwas erdiger und rauer daher, als eigentlich zu vermuten stünde. Jedenfalls war das bei ihrem akustischen Solo-Slot der Fall, denn ihre - bislang ausschließlich auf EPs versammelten Studio-Aufnahmen bestechen durch ausgefeilte Arrangements und eine poppige Produktion. "Was sagt die Möhre zur Brotscheibe?", fragte Alex beim Stimmen in die Runde - nur um dann (auf Deutsch) zu antworten: "Gluten Tag."

Die Kanadierin Mo Kenney war bereits zum zweiten Mal auf dem Reeperbahn Festival zu Gast und hatte dieses Mal ihre neue LP "The Details" im Gepäck, die freilich zum Zeitpunkt ihres Auftrittes noch gar nicht zu haben war. Sei es drum: Auf "The Details" geht es um die Details ihres Lebens, bei denen sie sich zuletzt schonungslos mit ihren Depressionen und Psychosen beschäftigte. Kurz gesagt: Wenn Musik eine Therapie ist, dann hat sie im Fall von Mo Kenney funktioniert, denn sie lieferte eine treibende, druckvolle, leidenschaftliche Show in der insbesondere die neuen Tracks mit besonderem Verve und Schmackes dargeboten wurden. Interessanterweise spielte Mo ein paar Stunden später einen zweites Set - dieses Mal jedoch akustisch - im Rahmen der NDR Blue Radio-Show, die live vom Festival übertragen wird und zeigte hier ihre nachdenkliche, einfühlsame Seite.

Beim Aussie Barbecue war inzwischen die Reihe an Lisa Mitchell. Lisa ist bei uns in Deutschland vor allen Dingen durch ihren Werbejingle-Song "Neopolitan Dreams" bekannt geworden - in ihrer Heimat jedoch bereits eine renommierte Songwriterin mit einer großen Anhängerschaft. Entsprechend ihres zerbrechlich/elfenhaften Aussehens bot sie im Molotow an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zwei Shows mit verträumtem Mädchenpop, die durchaus auch als elfenhaft/zerbrechlich durchgingen - jedoch mit zwei vollkommen unterschiedlichen Ausprägungen daher kamen. Am Freitag spielte sie ein Set, das fast vollständig auf die elektronischen Elemente verzichtete, die sich auf ihrer letzten LP "Warriors" als zusätzliches Element eingeschlichen hatten, während sie am Samstag beim PIAS / Scorpio Barbecue diese stattdessen verstärkt einsetzte - und zwar auf eine originelle Art und Weise: Statt einer teuren Band hatte sie einen Cassettenrecorder mitgebracht, auf dem die Backings ihrer E-Pop-Songs in einem erstaunlich guten Klangbild aufgenommen waren. Ihre letzte Single "The Boys" performte sie so z.B. ganz ohne echte instrumentelle Untermalung.

Lisas Landsfrau Teischa Jones hatte bereits zuvor im Imperial Theater ihr Deutschland-Debüt absolviert. Bislang gibt es nur einige Online-Tracks von der zierlichen Frau mit der gewaltigen, jazzig-souligen Gesangsstimme, die so gar nicht mit ihrem Erscheinungsbild in Einklang zu bringen ist ("Das bekomme ich dauernd zu hören", meinte sie nach der Show resigniert). Das macht aber nichts, denn Teischa hat eine sehr angenehme Form gefunden, jazzige Phrasierungen und poppige Melodien zusammenzuführen - obwohl sie nach eigener Aussage keineswegs aus einem Jazz-Umfeld kommt. Mit diesem Konzert sollte sich durchaus etwas machen lassen können.

Auch der Kanadier Graham Everaux alias Devarrow hatte bereits sein Club-Konzert absolviert, als er am frühen Abend erneut auf der Fritz-Bühne auf dem Festivalgelände auftrat. Hier musste er sich indes mit dem ebenfalls dort geparkten Bazookas-Bus duellieren - bzw. mit den Bazookas selber, die ihr im regelmäßigen Abständen wiederholtes Punk-Ska-Konzert nicht rechtzeitig beendeten und somit den quirligen, aber eher ruhig angelegten Folkpop Devarrows ungewollt mit ihrer auf den Dach des Busses gekletterten Bläser-Sektion bereicherten.

Im Häkken-Club war derweil das Licht ausgeschaltet worden, weil JFDR mit ihrer Band in den Startlöchern stand. JFDR ist niemand anderes als Jófríður Ákadóttir, ihres Zeichens ein Drittel des isländischen Elektro-Projektes Samaris und somit durchaus selbst auch Reeperbahn-Veteranin. Jófríður hatte in den Interviews zur letzten Samaris-Scheibe versprochen, dass ihr Solo-Projekt wesentlich organischer sein sollte, als das, was sie mit Samaris produzierte. Das schlug sich bei dem Konzert im Häkken insofern nieder, als dass sie selbst Gitarre spielte und einen hauptamtlichen Saxophonisten mitgebracht hatte. Sphärisch und atmosphärisch war das Set dennoch - so weit, dass hier etwa konventionelles Songwriting geboten wurde, wollte sich Jófríður dann wohl doch nicht von ihrer skandinavischen Seele lösen.

Einen Überraschungs-Gast hat es auch dieses Jahr wieder gegeben - die Gerüchte machten schon lange die Runde und auch das überlebensgroße Werbe-Plakat mitten auf der Reeperbahn war auch schon ein Indikator - es konnte nur Liam Gallagher sein und der war es dann auch. Entsprechend lange Schlangen waren auf beiden Seiten des Eingangs des Docks zu sehen und bevor es immer mal wieder "Einlass-Stopp" hieß, konnten diejenigen, die es ins Dock geschafft hatten, einen gut gelaunten Liam Gallagher erleben, der direkt mit zwei Oasis-Klassikern ("Rock N Roll Star", "Morning Glory") den Abend eröffnete. Es waren im weiteren Verlauf weitere Oasis-Songs zu hören ("D'You Know What I Mean", "Slide Away", "Be Here Now" und natürlich "Wonderwall"), dazu gesellten sich natürlich neue Songs aus dem kommenden Liam Gallagher-Album "As You Were", die durchaus gut ins allgemeine Set passten. Liam schien der Abend auch gut gefallen zu haben, wie er später per Twitter zu Protokoll gab: "Good to see all my German brothers and sisters lastnight the Reeperbahn rules so wie du warst LG x"

Im Imperial Theater hatte sich derweil King Creosote bereit gemacht. "Ich hoffe ihr wisst das", begrüßte Kenny Anderson, wie der Schotte wirklich heißt, das Publikum, "nicht dass ihr hier etwa King Crimson erwartet hättet." Das hatte wohl niemand, denn in Fankreisen hat sich der Mann mit seinem Weird-Folkpop durchaus eine gewisse Reputation erspielt. Ungewohnt indes sein Anblick, denn King Creosote hat sich wohl kürzlich das Haupthaar abrasiert. "Damit ich euren Atem spüren kann", wie er diesen Schritt nicht wirklich überzeugend begründete.

Bevor Mogli dann mit ihrem dritten Club-Gig in drei Tagen den Abend im Imperial Theater ausklingen ließ, gab es zunächst noch ein weiteres Anchor-Debüt zu bewundern. Fenn Lily nennt sich die junge Dame aus London, die sich dann mit ihren exquisiten, melancholischen Folkpop-Songs, in denen sie die Widrigkeiten des Erwachsenwerdens besingt und die sie z.T. auch auf einer elektrischen Gitarre vorträgt, dem Publikum und der Jury stellte. Wie das in diesem Genre so üblich ist, strahlte Fenne Lily eine gewisse - durchaus menschliche und sympathische - Unsicherheit aus, die zwar genau zu ihrem musikalischen Material, nicht aber zum Anspruch mit der Live-Performance einen Festival-Preis ergattern zu wollen passte.

Wieder um 12 Uhr begann der letzte Festivaltag im Canada House mit dem Auftritt der geigenden Songwriterin Foonyap. Die Kanadierin mit den asiatischen Wurzeln überraschte das Fachpublikum mit einem ungewöhnlichen Ansatz: Alleine mit ihrer elektrischen Geige, ihrer Stimme und einem Sampler schichtete sie eher strenge, klassisch/avantgardistische Fugen aufeinander, die ein jazziges Flair verbreiteten. Popmusik war das jedenfalls nicht gerade.

Megan Nash, die aus einem kleinen Gehöft in der Nähe eines kleinen Dorfes in der Nähe der kleinen Stadt Regina in der Provinz Saskatchewan stammt, erfreute das Publikum danach mit einer Sammlung hervorragender, autobiographisch gefärbter Rocksongs, die sie ganz alleine mit einer elektrischen Gitarre vortrug. Dabei redete sie sich ohne Punkt und Komma um Kopf und Kragen und verriet viele interessante Details die kanadische Kultur betreffend - wobei gesalzenes Bier und gesalzene, lackierte Salamander sicherlich die originellsten darstellten. Dass Megan sich - nach eigener Aussage - auf der Bühne gar wohler fühlt als jenseits derselben sorgte für einen memorablen, unterhaltsamen Gesamteindruck.

Nachdem Lisa Mitchell im Molotow Backyard ihre zweite Barbecue-Show absolviert hatten, gab es dort ein Gastspiel der malinesischen Blues-Band Songhoy Blues. Wie viele der Acts aus dieser Gegend haben sich die Herren auf einen mittels zwei Akustikgitarren verzahnten, filigranen Mali-Blues-Stil eingeschossen, der indes durch eine konventionelle Rock-Rhythmusgruppe deutlich druckvoller (und kompatibler zur westlichen Rockmusik) rüberkommt als die oft auf Percussion-Basis dargebotenen Elaborate vieler Landsleute. Wenige englische Worte wie "Together" wurden genutzt, um das Publikum als Klatschvieh einzubinden.

Der Engländer Tom Grennan kommt zwar aus der Provinz, hat sich aber vorgenommen, von London aus die Musikwelt für sich zu erobern. Vor seinem Auftritt im Docks am Alben schaute er noch kurz beim Reeperbus vorbei, um seinen - deutlich von den Größen des Genres beeinflussten - Soul-Pop im akustischen Rahmen zu präsentieren. Wie gewöhnlich schaffte es Grennan dabei mühelos, alleine mit seiner Reibeisenstimme und dem Working-Class Tenor eine Verbindung zum Publikum aufzubauen und jene jungen Damen anzulocken, die sich im Folgenden für Selfies mit dem Meister aufreihten.

Bevor Tinpan Orange ihren abschließenden Reeperbahn-Gig auf der Guerilla-Bühne am Spielbudenplatz absolvierten - und dabei mehr Zuschauer für sich begeistern konnten, als bei den "regulären" Gigs zuvor, gab Sarah McDougall im Kanada Haus noch eines ihrer seltenen europäischen Gastspiele. Die Frau mit den Kanadisch/Schwedischen Wurzeln beschränkte sich darauf, ihre auf Tonträgern liebevoll arrangierten Folkpop-Songs geradlinig - und ein wenig spröde - im Solo-Modus vorzutragen.

Spröde ist Sol Heilo natürlich nicht gerade zu nennen - eher schon unpünktlich. Mit einer sagenhaften Verspätung von einer halben Stunde gab die Norwegerin, die bislang als Mitglied von Katzenjammer von sich reden machte, zusammen mit ihren neuen Musikern ihr Debüt als Solo Act auf dem Reeperbus. Sol(veig)s Musik ist - insbesondere in der bodenständigen aber ausufernden Instrumentierung und der stilistischen Ungebundenheit - durchaus nicht unähnlich der der Mutterband, allerdings beruft sich Sol Heilo stärker auf ihre Folk- und Indie-Roots als das im vaudevillemäßig aufgebauschten Revuetheater Katzenjammer möglich gewesen wäre. Obwohl gut gelaunt, kommen Sol Heilos Solo-Songs somit ernsthafter daher.

Auf eine besondere Hafen-Rundfahrt starte dann die niederländische Band Dakota - auf der kleinen, aber feinen Hafenbarkasse MS Claudia standen die Leute dicht an dicht, selbst die Band hatte bisher noch nie so nah am Publikum ein Konzert gespielt. Je nach Wellengang schaukelte es das Instrumentarium hin und her und Sängerin Lisa Brammer fürchtete des Öfteren um ihre vordere Zahnreihe. Ist aber letztendlich nichts passiert - so konnten die vier Damen ihren Indie-Rock-Pop mit verhallter, effektbeladener Gitarre und leidenschaftlichem Gesang sehr gut über die Runde bringen.

Anscheinend hatte man der Band Fazerdaze nur mitgeteilt, dass sie auf einem Boot spielen würde, nicht allerdings, dass es auch losfährt - so zumindest ließ es Sängerin und Gitarristin Amelia Murray verlauten, die immer wieder zwischen den Songs erstaunt betonte, dass sie ja tatsächlich auf einem Boot ein Konzert spielen. Entsprechend hoch war der Gute-Laune-Level bei Band und Publikum, das die IndiePop-Songs der neuseeländischen Band sehr gut aufnahm.

Im Nochtspeicher läuteten derweil Kate Stables und ihre beiden Musikanten einen stilistisch besonders vielseitigen und interessanten Abend ein. Kats Stables ist besser bekannt unter ihrem Projektnamen This Is The Kit und hatte gerade mit ihrem neuen Album "Moonshine Freeze" für Furore gesorgt, weil sie dort ihren Folkpop auf rockige Weise mit einer Big-Band-Besetzung angereichert hatte. "Ich hätte ja auch gerne eine Big Band mitgebracht", erklärte sie nach dem Konzert dem Umstand, dass sie das Konzert in einer eher rudimentären Trio-Besetzung gegeben hatte, "aber das bezahlt einem ja niemand." Richtig nötig war da auch nicht, da die Songs auch in einer bis auf das Notwendigste entkleideten Basis-Version (die sich auch auf die Low-Profile Instrumente der Band niederschlug) erstaunlich gut funktionierten - zumal die Sache eher in Richtung Rock als Folk ausgerichtet war.

Für noch mehr Druck sorgte im Folgenden Marika Hackman mit ihrer neuen Band. Jene, die Marika vor allen Dingen als nachdenkliche, zerbrechliche Songwriterin in der Tradition der großen Melancholiker in Erinnerung hatten, dürften aufgrund der kompromisslosen Rockshow die Marika und ihre Musiker hier abzogen, ziemlich überrascht gewesen sein, denn nicht nur die Songs ihre neuen LP "I'm Not Your Man" (die sie ja teilweise mit der befreundeten Band The Big Moon eingespielt hatte), sondern auch einige der Songs aus der Bedsitter-Phase wie "Ophelia", "Open Wide" oder "Cinnamon" erfuhren das elektrische Treatment. Überhaupt nicht überrascht waren davon hingegen die zahlreichen jungen Damen, die sich da plötzlich vor der Bühne drängelten und laut quiekend ihre Heldin feierten wie eine Göttin. "Get a room!", meinte Marika schmunzelnd zu einigen besonders aufdringlichen Exemplaren dieser Gattung.

Laut war es anschließend auch bei All We Are aus Liverpool. Das Trio setzt nicht nur Lautstärke richtig ein, sondern auch Rhythmus, Rock und Pop - da kann man kaum stillstehen und entsprechend heiß war es im Nochtspeicher. Guro Gikling (Gesang), Luis Santos (Gitarre) und Richard O'Flynn (Schlagzeug) waren mit vollem Einsatz am Start, die gute Stimmung übertrug sich auch auf das Publikum.

Auf eine Reise in den Kopf nahm schließlich die Band Aquaserge die Zuhörer im Kellerableger der Nochtwache mit. Die französische Band brauchte einige Zeit, um ihr vielfältiges Instrumentarium (inklusive Bassklarinette) anzuschließen und einzustellen - dann jedoch gab es kein Halten mehr. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zerstörte das Quintett im Folgenden Hörgewohnheiten, Songstrukturen, Klangbilder und Gehörgänge. Stilistisch spottete das Gemisch aus Geräuschen, Tönen, Beats und Grooves jedweden Kategorisierungsversuchen. Wirklich angenehm und unterhaltsam war der avantgardistische Quatsch dann allerdings auch nicht wirklich - vor allen Dingen allerdings deswegen, weil der Soundmix schrill, schräg, scheppernd und schmerzvoll rüberkam.

Unser persönlicher Abschluss des diesjährigen Reeperbahn Festivals bildete Kelly Lee Owens im Nochtspeicher mit ihrem elektronischen Oeuvre - alleine auf der Bühne, bewaffnet nur mit Pads und anderen elektronischen Utensilien, machte sich Kelly auf die Reise durch ihre Definition von Pop-Musik. Mal ohne, mal mit Gesang, oft verhallt mit durchaus hypnotisierendem Charakter fesselte Kelly Lee Owens - allerdings sollte sie an der Dramaturgie ihre Live-Sets eventuell noch etwas feilen und Tracks öfters ineinander übergehen lassen - so hatte man oft das Gefühl, dass der Song gerade erst Fahrt aufgenommen hatte und dann drückte sie den Stop-Knopf. Trotz dieses kleinen Mankos ein tolles Set und ein toller Abschluss des Reeperbahn Festivals 2017. Wir freuen uns auf das nächte Jahr.

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Text: -Ullrich Maurer / David Bluhm-
Foto: -Ullrich Maurer-


 
 

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